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ABSTRACTS

Kien Nghi Ha
Rassismus Sucks – Eine Einleitung
Das ist die Nachricht, die jedem People of Color-Körper – bewusst oder unbewusst – zwangsläufig eingeschrieben steht. Der Umgang mit Rassismus und sozio-kulturellen Hierarchisierungen sind, wie die Versuche jenseits eurozentristisch-rassistischer Ordnungen und ethnisch bzw. national eingeengten Beziehungen zu leben, bedeutungsvolle Momente diasporischer Aushandlung. Trotz aller Widersprüche und Widerstände spiegeln hybride Identitäten und diasporische Praktiken nicht nur gesellschaftliche Macht- und Ausschlussverhältnisse wider, sondern geben den komplexen, sich überlappenden Beziehungen zwischen Ein- und Ausschluss mit ihren verweigerten, aber überaus realen Mehrfachzugehörigkeiten neue Existenzformen, die nicht nur für die globale Welt des 21. Jahrhunderts, sondern durch die Geschichte hindurch prägend sind.

Trinh T. Minh-ha
Eine akustische Reise
Der Einstieg oder der Ausstieg aus dem Flüchtlingsstatus ist in vieler Hinsicht weder freiwillig, noch auf einfache Weise unfreiwillig … Wie beginnt so eine Reise? Welche Un/Gewissheiten zwingen dazu, sich dem mittlerweile so geläufigen Thema „Derer, die fortgehen“ zu stellen und sich erneut den Bedingungen der „Grenze“ auszusetzen? Über das Konzept der Grenzüberschreitung als wesentliches Thema zeitgenössischer Kulturpolitik zu sprechen bedeutet, es gewissermaßen weiter zu entleeren, es los zu werden, oder aber es treiben zu lassen – und es so daran zu hindern, sich niederzulassen, und „sesshaft gemacht“ zu werden. Andauernde Unbehaustheit in und zwischen Kulturen paart sich hier mit der Instabilität des Wortes, dessen alte und neue Bedeutungen sich in einem gegenseitigen Wandlungsprozess aufeinander übertragen, der die Spuren vorheriger Aufpfropfungen eher verschiebt als leugnet. Du bist zuhause, fremd. An Grenzen zu leben heißt, sich dauernd auf einem schmalen Grat zu bewegen, einen Standpunkt entweder einzunehmen oder zu verlassen. Die Fragilität der Intervalle, in denen man aufblüht, erfordert, dass man sich als Vermittler-Produzent immer transkulturell fortbewegt, während man gleichzeitig am lokalen „Habitus“ der eigenen unmittelbaren Belange teilhat. Ausschuss/Weigerung. Rückkehr. Resonanz setzt alle kreativen Prozesse in Bewegung und erhält sie. Sie macht den Unterschied … Der Kampf der Positionierungen könnte schließlich abhängen vom genauen Einstimmen der vielfachen Versionen des Selbst.

Ruth Mayer
Asiatische Diaspora: Begriffe, Geschichte, Debatten
Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um den Begriff „Diaspora“ wird hier das Konzept einer asiatischen Diaspora konturiert. Im Fokus steht zunächst die Konstruktion ei-nes Asian American Movement in den USA, einer Bewegung, die sich gegen identi-tätspolitische und es-sentialistische Zuschreibungen sperrt, weil sie unterschiedliche Einzelin-teressen strategisch zusammen-führt. Davon ausgehend wird die Frage erörtert, ob dieser strate-gische Zusammenschluss aus dem sehr konkreten Kontext der amerikanischen Bürgerrechts-bewegung herausgelöst werden kann oder sollte – ob er auf andere Räume und Konstellationen übertragbar ist.

Mita Banerjee
Von Fröschen und Hunden:
Soko Leipzig und das (V)erkennen der vietnamesischen Diaspora in Deutschland
Der Aufsatz untersucht am Beispiel der Krimiserie Soko Leipzig die Darstellung der vietnamesischen Diaspora in der deutschen Populärkultur. Obwohl die Serie sich vietnamesischen Einwander_innen in Deutschland gegenüber aufgeschlossen gibt, herrscht dennoch der Ton des Mitleids vor, der vietnamesische Deutsche letztlich in der Opferrolle festfriert. Der Beitrag schlägt vor, Soko Leipzig gegen den Strich zu lesen und im Sinne einer humoristischen Hinterfragung von Minderheits- und Mehrheitsdiskursen vielmehr die Unwissenheit der Mehrheitskultur hervorzuheben, die die vietnamesische Diaspora in Deutschland mehr verkennt als erkennt. Eine solche Lesart könnte durch einen neu zu schaffenden, wissenschaftlichen Ansatz ermöglicht werden, der in Anlehnung an die in den USA etablierten Asian American Studies „Asian German Studies“ heißen könnte. So könnte eine Untersuchung asiatisch-deutscher Subjektivität erfolgen, die vietnamesische Einwander_innen als Trickster-Figuren versteht, die die dominante Kultur mit den eigenen Waffen schlagen, indem sie deren stereotype Annahmen über vietnamesische Differenz subversiv umwerten.

Urmila Goel, Jee-Un Kim, Nivedita Prasad und Kien Nghi Ha im Gespräch
Selbstorganisation und (pan-)asiatische Identitäten: Community, People of Color und Diaspora
Die verschiedenen Facetten und Erfahrungsräume „asiatischer“ Präsenzen sind ein wichtiger Bestand der deutschen Gesellschaft. Obwohl das „Asiatische“ als Identitätskonstrukt weitreichende Fragen aufwirft und oftmals als exotistische Projektionsfläche der Fremdzuschreibung dient, ist es zugleich auch eine Ressource der eigenen Selbstverortung wie politisch-kulturellen Vernetzung. Vor dem Hintergrund dieses Spannungsverhältnisses werden die Chancen und Probleme des identitätspolitischen Empowerment kritisch reflektiert.

Alisa Anh Kotmair
Gedenkbilder: Auf den Spuren der vietnamesischen Diaspora in Berlin
In meinen Fotoportraits erkunde ich Menschen in Berlin mit vietnamesischen Wurzeln. Abhängig vom Kontext gehen Menschen verschiedene Wege um sich selbst zu beschreiben. Mit vermeintlich einfachen Fragen zu ihrem Leben vor dem Hintergrund ihrer Herkunft, gewinne ich Einblick in einen faszinierenden Prozess der Reflexion, Selektion und Präsentation. So stelle ich die Portraitierten nicht nur als differenzierte Beispiele eines komplexen Teils einer globalen Gesellschaft vor, sondern realisiere gleichermaßen als voreingenommene Beteiligte mein ganz eigenes Abtasten der vietnamesischen Diaspora in Berlin und darüber hinaus.

Uta Beth und Anja Tuckermann
Geschichte, Arbeit und Alltag vietnamesischer Migrant_innen

Hannah Eitel
Der Staat macht mit – Institutioneller Rassismus in der Polizei
Rassistische Einstellungen und Handlungsweisen prägen die daraus geschaffenen Institutionen, deren Struktur wiederum das Handeln von Akteur_innen beeinflusst. Die Autorin legt am Beispiel der Polizei dar, wie rassistische Stereotype – etwa durch Kriminalisierung – gegen Vietnames_innen (re)produziert werden. So werden vietnamesisch Aussehende im deutschen Diskurs als Mitglieder der sogenannten Zigaretten-Mafia konstruiert. Dadurch wird eine Polizeipraxis gefördert, die rassistische Kontrollen und direkte körperlicher Gewalt gegen Vietnames_innen einschließt: so geschehen in den 1990er Jahren in Berlin und Bernau. Davon nicht loszulösen sind Fälle wie das Pogrom gegen Vietnames_innen und asylsuchende Roma in Rostock-Lichtenhagen (1992): Rassismus in der Polizei und anderen staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen zeigte sich hier in der Verweigerung, den tatsächlichen Opfer zu schützen, wodurch der rassistische Mob indirekt unterstützt wurde.

Biplap Basu und Mai-Phuong Kollath im Zeitzeugengespräch

Tamara Hentschel, Thúy Nonnemann, Alke Wierth und Günter Piening im Gespräch
Eine Integrationsdebatte der anderen Art. Von der illegalisierten „Zigarettenmafia“ zum „Musterschüler“?
Vietnamesische Migrant_innen werden in den deutschen Medien zunehmend als „gut integrierte Modellminorität“ hervorgehoben und in der politischen Debatte gegen andere Zuwanderergruppen ausgespielt. Ein genauerer Blick auf die Geschichte und soziale Realität der vietnamesischen Communities in Berlin zeigt jedoch, dass sie wie andere rassifizierte Menschen weiterhin mit Problemen der gesellschaftlichen Ausgrenzung konfrontiert sind. Dazu zählen etwa fehlende Gleichberechtigung, ungesicherter Aufenthaltsstatus, Zwangsselbstständigkeit, sozio-kulturelle Marginalisierung und rassistische Angriffe.

Yumin Li
Zuhause-Sein als soziale Praxis: Eine Einzelfallanalyse vietnamesisch-deutscher Beheimatungsprozesse
Dieser Beitrag will sich – ausgehend von einer emanzipatorischen, d.h. gegen Ausgrenzungsmechanismen gerichteten Grundhaltung – auf Prozesse des „Beheimatens“ beziehen. Er möchte die individuellen Konstruktionen und Gestaltungsfähigkeiten der Individuen beschreiben, die sich einen Ort aneignen und ihn zu ihrem „Zuhause“ machen. Erst wenn Heimat nicht als einmal gegebener Ort, sondern als Handlungsspielraum selbstbestimmter Subjekte verstanden wird, können die vielfältigen und komplexen Verbundenheiten und Mehrfachzugehörigkeiten beleuchtet werden. Ausgehend von dem Fallbeispiel eines ehemaligen Vertragsarbeiters in Berlin wird die Konstruktion des „Zuhause-Seins“ als Zusammenspiel von biografischen Erlebnissen, aktueller Lebenswelt und Zukunftsvorstellung betrachtet.

Uta Beth, Pham Thi Hoai, Anja Tuckermann und Petra Isabel Schlagenhauf im Gespräch
Vietnamesisch-deutsche Communities und zweite Generation
Nicht nur Berlin, sondern auch Vietnam war im Laufe seiner jüngsten Vergangenheit politisch und kulturell geteilt. Diese doppelte Teilung hat die Migrationserfahrungen der deutsch-vietnamesischen Communities wesentlich mitgeprägt und ist auch in der Gegenwart von Bedeutung. Inzwischen ist Berlin eine neue Heimat für viele Vietnames_innen, vietnamesische Deutsche und junge Vietliner_innen der nachfolgenden Generationen geworden, die früher als Studierende, Boat People, Vertragsarbeiter_innen und illegalisierte Migrant_innen ankamen bzw. in Deutschland geboren wurden.

Hanna Hoa Anh Mai
Spiegel im Spiegel
Kurzgeschichte über Erfahrungsfragmente einer fiktiven 20-jährigen Deutsch-Vietnamesin.

Antonie Schmiz
Jenseits der Maniküre: Soziale und kulturelle Praktiken in vietnamesischen Nagelstudios in Berlin
Angelehnt an Forschungsarbeiten zu Pflege- und Kosmetikberufen, sogenannte Care-Jobs, werden in diesem Beitrag soziale und kulturelle Praktiken in vietnamesischen Nagelstudios in Berlin analysiert. Die Analyse dieser durch Konsument_innen und Dienstleister_innen mehrfach gegenderten Orte widmet sich deren Begegnungen und weiteren gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen. Es wird angenommen, dass die Erschließung der Nagelbranche und die hohe Anzahl von Neueröffnungen durch vietnamesische Migrant_innen nicht ausschließlich auf strukturelle Bedingungen, wie z. B. eine erhöhte Nachfrage oder das Verlassen der Nagel- und Kosmetikbranche seitens Anbieter_innen der Mehrheitsgesellschaft erklärt werden kann. Vielmehr wird aufgezeigt, dass vietnamesische Manikürist_innen durch den Einstieg in die Nagelpflege die Möglichkeit genutzt haben, diese Nische durch Niedrigpreisangebote zu erweitern.

Huy Dao
Transnationale Politik von Geschichte, Erinnerung und Lokalität:
Vietnamesische Communities in Kalifornien und Berlin
Dieser Beitrag untersucht die Integration vietnamesischer Migrantencommunities in den USA und Deutschland. Auf der Grundlage von Interviews mit vietnamesisch-deutschen Studierenden in Berlin und vietnamesisch-amerikanischen in Südkalifornien werden ihre politischen Einstellungen diskutiert. Dabei wird deutlich wie die unterschiedlichen Hintergründe und Migrationsgeschichten die Entwicklung der zweiten Generation in den jeweiligen Communities beeinflussen. In einem ersten Schritt werden daher die historischen Konturen bei der Entstehung der vietnamesischen Diaspora nach dem 30. April 1975 analysiert. Diese geschichtlichen Hintergründe erklären nicht nur die aktuellen politischen Entwicklungen in den verschiedenen vietnamesischen Gemeinden, sondern auch die Selbstwahrnehmung der zweiten Generation über ihren Platz in der Gesellschaft und ihre Identifizierung mit gegenwärtigen vietnamesischen Einwanderungsprozessen nach Deutschland. Schließlich nähert sich der Beitrag der Frage an, wie diese Selbstverortung zukünftige soziale und politische Aktivitäten beeinflusst.

Kien Nghi Ha
Zwischen Nationalgalerie und Dong Xuan Center – Eine Begegnung mit dem Künstler Danh Vo

Feng-Mei Heberer
Mein Körper, mein Selbst: Zur filmischen Verhandlung asiatisch amerikanischer weiblicher Subjekterfahrung
Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit der filmischen Umsetzung von subjektiver Erfahrung in den Videoarbeiten von den Asian American Filmemacherinnen Patty Chang, Gina Kim und Tran Trang. Wahrend diese unterschiedlichen professionellen wie ethnischen Hintergrunds sind, haben ihre Arbeiten die Hervorhebung des weiblichen Koerpers im Verhandeln von Selbst, besondern mit Hinblick auf andere familiäre Körper, gemein. In jedem der drei Beispiele tritt der Körper als Störung auf, ungehorsam und grenzwertig; und kippt das Konzept kohärenter Identität als Möglichkeit sowie Einschränkung eines alternativen Selbstbegriffs. Dabei geht es jedoch weniger um das Ausmachen einer oppositionellen Struktur – zwischen Asian American Frauen und einer normativen weißen und männlichen US-Identität und mehr um das Verhandeln des eigenen Köpers in seiner multiplen Äußerung von Un/Zugehörigkeit und Dis/placement.

Kimiko Suda und Sun-ju Choi
Asian Film Festival Berlin: „Imagine(d) Kinships and Communities“
Welche Formen der medialen Repräsentationspolitik werden gegenwärtig von der asiatisch-deutschen Community betrieben? Gibt es Möglichkeiten der politischen Intervention in mediale Herrschaftsdiskurse? Dieser Artikel versucht anhand des Beispiels des Asian Film Festival Berlin aufzuzeigen, auf welcher politischen, institutionellen, räumlichen und organisatorischen Basis Selbstorganisation und mediale Repräsentation von Asiatischen Deutschen in Deutschland, eingebunden in ein transnationales Netzwerk, sinnvoll und praktisch umsetzbar sein kann.

Sun-ju Choi
Sichtbarkeit und (Re)Präsentation von Asiat_innen in deutschen Filmen
Deutschland weist, trotz der offiziellen Einsicht, ein Einwanderungsland zu sein, in der medialen Repräsentation migrationsgesellschaftlicher Wirklichkeiten, Lücken auf. Obgleich eine zunehmende Präsenz von asiatischen Migrant_innen bzw. asiatisch Aussehenden im deutschen Film und Fernsehen, beobachtbar ist, gehört die Inszenierung ethnischer Vielfalt – zumal asiatischer Minderheiten – nicht zur filmischen Normalität. Der Artikel wirft einen Blick in die deutsche Filmlandschaft, ob und wie asiatische Deutsche und Asiat_innen im Medium Film dargestellt werden und bietet anhand konkreter Filmbeispiele Einblicke in das Fremd- und Selbstverständnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft.

Noa Ha
Preußenpark: Community-Picknick am Rande der deutschen Parkordnung
Eine Reportage über einen wundersamen Ort, der einen Park im bürgerlichen Berlin-Wilmersdorf zu einem der asiatischsten und kulinarisch interessantesten Plätze in Europa verwandelt.

Kien Nghi Ha
Chinesische Präsenzen in Berlin und Hamburg bis 1945

Joshua Kwesi Aikins
Berlin Remix – Straßenumbenennungen als postkoloniale Perspektivumkehr
Ausgehend vom Konzept des Remixes als afrodiasporische Praxis der De- und Rekonstruktion, die im Dub-Reggae ihren Anfang nahm und im HipHop popularisiert wurde, werden aktuelle politische Kämpfe und öffentliche Debatten um Straßenumbenennungen in Berlin analysiert. Der Remix, der historische Zitate vergegenwärtigt und so Überhörtes hörbar macht, wird zur Metapher eines Vorgehens, dass Kolonialgedenken überwindet. Entgegen konservativer Kritik an Umbenennungen geschieht dies, ohne Geschichte zu überschreiben, indem durch kontextbewusste Straßenumbenennugen ein Perspektivwechsel zum anti- und postkolonialen Gedenken eröffnet wird. Das Zusammenspiel künstlerischer, aktivistischer und wissenschaftlicher Interventionen illustriert die Erfolge neuer Koalitionen der Kritik an umkämpften (Dahlemer Kolonialeck) und umbenannten (May-Ayim-Ufer) Schauplätzen des Berlin Remix.

Yasemin Shooman
Vom äußeren Feind zum Anderen im Inneren.
Antimuslimischer Rassismus im Kontext europäischer Migrationsgesellschaften
Können Muslim_innen als Muslim_innen Objekte einer rassistischen Diskriminierung sein? Ein häufiger Einwand lautet, dass religiöse Zugehörigkeit frei wählbar und damit veränderlich sei, weshalb man in diesem Fall nicht von Rassismus sprechen könne. In dem Beitrag wird dieser Position widersprochen und dargelegt, welchen Rassifizierungsprozessen als Muslim_innen markierte Menschen in Deutschland (und anderen europäischen Migrationsgesellschaften) heute unterliegen. Dabei werden auch die Traditionslinien christlich-islamfeindlicher Diskurse des Mittelalters sowie orientalistischer Diskurse, die in den Kolonialismus zurückreichen, im aktuellen antimuslimischen Rassismus nachgezeichnet.

Naika Fouroutan
Innerdeutsche Grenze Islam? Zu desintegrativen Folgen der Integrationsdebatte
Der Beitrag fokussiert die Kopplung der Integrationsdebatte in Deutschland an die Frage der Zugehörigkeit von Islam und Muslim_innen zur deutschen Kultur. Er ordnet diesen Trend in politische Entwicklungen auf der internationalen Ebene ein, untersucht deutsche Spezifika und beleuchtet das Ausmaß der gesamtgesellschaftlichen Grenzmarkierungen zur Gruppe der Muslim_innen als den „genuin Anderen“. Schließlich analysiert er die Gründe für diesen desintegrativen Diskurs sowie seine Folgen auf der sozial-strukturellen, institutionellen und personalen Ebene, insbesondere bei Jugendlichen muslimischer Herkunft.

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