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REZENSIONEN

Asiatische Deutsche – Sachbuch der Woche in der FAZ
“Die Ausnahmen und die Regeln: Der Sammelband “Asiatische Deutsche” untersucht, wie unsere Gesellschaft ihre Einwanderer betrachtet – und wie diese mit den falschen Zuschreibungen zurechtkommen müssen. … Die Suche nach dem richtigen Wort für eine so viel komplexere Gegenwart durchzieht den kompletten Band”
Tobias Rüther: Wie würdest du deine Herkunft beschreiben? Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 27.08.2012, S. 26
Zusammenfassung auf perlentaucher.de

Theoretisch fundiert und praktisch verortet
“Während die deutsche Migrationsforschung Einwanderungsprozesse vor allem aus der Perspektive des Nationalstaates betrachtet, rücken Ha und die rund zwanzig weiteren AutorInnen diasporische Ansätze rund um migrantische Subjekte, Communities und Netzwerke ins Zentrum. Das ist gut so, denn es führt zu einem Perspektivwechsel, zu Pluralisierung und De-Nationalisierung.
‘Asiatische Deutsche’ ist ein weit gefasster Begriff, er verweist auf Einschlüsse und Ausschlüsse. Heutzutage ist der Begriff der Diaspora en vogue, denn er beschreibt die Zerstreuung von MigrantInnen fern der Heimat. Aber Diaspora ist mehr, sie lokalisiert Erfahrungen von Ausschluss, Identifikation, Zugehörigkeit und Exklusivität neu. Die AutorInnen dieses Sammelbandes verstehen es, Diasporen im Spannungsfeld zwischen Nationalismus und transnationalen Bezügen zu beschreiben – theoretisch fundiert und praktisch verortet.”
Rosaly Magg: Diaspora in Deutschland. In: iz3w, Nr. 334, 2013, S.46.

Wertvolle Beiträge zur Rassismusforschung
“Der Band dokumentiert Debatten von engagierten WissenschaftlerInnen und AktivistInnen zu den Themen Identität und Repräsentation von asiatischen Deutschen. […] Das anregende Lesebuch versammelt Fotos, Porträts, Analysen und Gespräche. Es bietet wertvolle Beiträge zur Rassismusforschung und einen tiefen Einblick in die Vielfalt der deutsch-asiatischen Präsenzen.”
Anke Schwarzer: Aufgeblättert. In: analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis. Nr. 577, 16.11.2012.

Ausnahmslos hohe inhaltliche Qualität
“Der Autor plädiert hier überzeugend für die Repolitisierung und Rekontextualiserung des modischen Begriffs [Hybridität]. Im vom Ha editierten Sammelband Asiatische Deutsche. Vietnamesische Diaspora and Beyond von 2012 wird dieser Appell eindrucksvoll und ergiebig anhand der vietnamesisch-asiatischen Diaspora in Deutschland in die Tat umgesetzt, besonders vor dem Hintergrund rassistischer Fremdzuschreibungen und ermächtigender Selbstbestimmungen. […] Dabei fällt die ausnahmslos hohe inhaltliche Qualität der Beiträge auf […] Asiatische Deutsche ist eine gelungene Textkompilation [… und] in jedem Fall wichtig. Am Beispiel der asiatisch-vietnamesischen Diaspora wird handfest und vielschichtig konkretisiert, was Vermischung und Hybridität bedeutet.”
Johnny Van Hove: Hybridität Revisited: Karriere, Kritik und Alltag eines Starkonzepts. In: KULT_online – Magazin des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften, Nr. 34, 2013.

Kurz und Kritisch: Kien Nghi Ha: Asiatische Deutsche. Deutschlandradio Kultur, Lesart, 02.12.2012

Buchtipp zum Wochenende. MIGAZIN – Migration in Germany, 21.09.2012

Buchempfehlung: “Asiatische Deutsche – Vietnamesische Diaspora and Beyond”. In: Kyoposhinmun, 20.06.2012

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Stimmen zum Buch

„Nachdem der dominierende Diskurs über ‚Integrationsdefizite‘ und ‚gute und schlechte Migranten‘ die rassistischen Theorien des 19. Jh. jüngst wiederbelebt haben, holt dieses Buch uns eindrucksvoll ins 21. Jh. zurück. Die hier zusammengestellten Beiträge hervorragender Wissenschafter_innen, Künstler_innen und Akvist_innen bringen es auf den Punkt: Deutschland – und auch Europa – sind unwiderruflich plural, heterogen, hybrid und gerade deshalb spannend und zukunftsfähig (geworden).“
Prof. Dr. Sérgio Costa (Direktor des Lateinamerika Instituts, Freie Universität Berlin)

„Deutschland ist also asiatisch und in dieser Formulierung ist die Gegenüberstellung von ‚Deutsch‘ und ‚Asiatisch‘ bereits aufgehoben. Von dieser Aufhebung handeln die Beiträge dieses Buches, das sehr lesenswert ist, weil es in analytischen und narrativen Sätzen zeigt, dass Erfahrungen und ihre Artikulation in einem doppelten Sinne politisch sind. Sie weisen zurück auf politische Verhältnisse, die diese Erfahrungen zuweilen schmerzlich hervorbringen. Und sie widersetzen sich diesen Verhältnissen getragen von aus Alltagspraxis und Intellektualität resultierenden Visionen weniger gewaltförmiger Verhältnisse. Die Politisierung der strukturellen Schwäche derer, die natio-ethno-kulturelle Gegenüberstellungen aufheben, ist die große Stärke des Buches. Eine Ermutigung.“
Prof. Dr. Paul Mecheril (Direktor des Center for Migration, Education and Cultural Studies, Universität Oldenburg)

„Mit dem Sammelband Asiatische Deutsche. Vietnamesische Diaspora and Beyond gewährt uns Kien Nghi Ha einen Einblick in die Diversität asiatischer Präsenzen in Deutschland. Neben mehreren Beiträgen, die nicht nur für die etablierte Rassismusforschung in Deutschland von Bedeutung sind, finden sich Analysen sozialer und kultureller Praktiken, Untersuchungen medialer Repräsentationspolitiken, Autobiographisches, sowie Aufsätze über Community-Pflege und transkultureller Interaktion. Ein ungemein spannender Sammelband, der Autor_innen aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen und künstlerischen Milieus versammelt; ein Band der einmal mehr deutlich macht, dass es höchste Zeit dafür ist, dass das Deutschland das wir tagtäglich in Cafés, U-Bahnen, Clubs, Restaurants, Schulen, Universitäten, Geschäften, Fußgängerzonen, Tankstellen, Bibliotheken etc. erleben, endlich auch in der deutschen Kultur- und Politiklandschaft sichtbar wird: In Rathäusern und Parlamenten, in Theatern und Museen, in Konzertsälen und im deutschen Fernsehen – überall da eben, wo Deutschland repräsentiert wird.“
Philippa Ebéné (Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin der Werkstatt der Kulturen Berlin)

„Das erste Buch zu Asian-Germans eröffnet eine spannende neue Perspektive für die Forschung und bietet somit gleichzeitig eine Plattform für multivokale asiatische diasporische Formationsbestrebungen in Deutschland.“
Prof. Dr. You Jae Lee (Leiter der Koreanistik, Universität Tübingen)

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